an tagen wie diesem

ich habe schlechte laune, verdirb sie mir nicht! sagte eines tages mein cousin zu meinem onkel. heut hätt ichs sagen können – äh – was kommt da alles vom himmel gestürzt, cats and dogs sagt der englishman und morgen ist montag. lauselausekalt ists. es hilft nicht: in der küche stehen, mit den töpfen scheppern. es hilft nicht: mit heißem wasser abwaschen. es hilft nicht: aus dem fenster gucken. es hilft nicht: auf dem sofa liegen unter der blauen wolldecke und lesen. das buch zieht nicht richtig, dafür alles andere. die fenster klappern, die kerzenflamme zittert. ich auch trotz decke, alles nicht gemütlich. film gucken: langweilig. aufräumen: langweilig. wäsche abnehmen: langwei… die wäsche flattert durch die wohnung, kein wind, nein: da ist musik drin, im radio! da fängts an zu shaken, so im becken tacketack, die hüften machen 8ten, die beine zucken, die füße stampfen, die rote wäsche hüpft, revolution, revolution, bis in den wäscheschrank, haha, das stampft und trampelt und schüttelt und hüpft, schön, die unternachbarn sind verreist und frieren in Hamburg, also druff immer druff, haha! Sylle? tanzt du? rufts aus dem nebenzimmer. vor freude? nee, vor kälte. haha. aber doch: hat was, das geht so weiter, bis mir warm ist. und sagte nicht diese tanztante Roth: wenn du paar wochen lang jeden tag ne halbe stunde kräftig tanzt, nimmst du feste ab, ganz sicher! hm. hoffentlich kommt jetzt nicht gleich die nächste hitzewelle um die ecke geschwappt…

