SYLVIA HAGENBACH

Texte und Bilder

frühling in der stadt

Fotos,Tagebuch — Sylvia am 28. Februar 2014  

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die gänge

Fotos,Tagebuch — Sylvia am 26. Februar 2014  

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die gänge durch die stadt und die angrenzenden naturnahen areale werden länger und intensiver. meist ohne ein bestimmtes ziel, ein sich leiten lassen von einfällen, eingebungen, sehsensationen, die sich im kamerakescher manchmal sogar einfangen lassen. hier stiegen wir den gepflasterten hügel zum museum hoch, dieses mal jedoch ohne hinein zu gehen. ein wenig herumsitzen auf dem sockel fürs aluminiumne kunstwerk, die augen spazieren schicken, mit der kamera spielen. das warten auf gar nichts, das schauen ohne  erwartungen. dann kann es oft einen schönen fang geben. s.o. ich dachte: wie zähne, die aus einem porösen zahnfleisch wachsen, im aufgerissenen mund ein weisses etwas, ein wenig amorph, ein wenig an einen großen hoch aufgerichteten menschenriesen erinnernd. dabei sinds nur stühle in der Tony Cragg ausstellung – alles von außen gesehen, beim rasten auf einem sockel für die kunst.

graphische verschlingungen

Fotos,Tagebuch — Sylvia am 25. Februar 2014  

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die mächtigen maschseebäume legen ihre schatten auf den weg und die jogger, spaziergänger, hunde bewegen sich achtlos darüber hin, den blick in irgendeine ferne gerichtet wo das ziel winkt oder die wurst. sie ahnen nichts von den schlingen und verknotungen, denn sanft sind sie, legen sich um keinen fuß, kein bein, machen niemanden straucheln. sie winden und schlängeln sich nur so übern weg hin, körperlos, ein abbild dessen, was sich in den himmel reckt. vielleicht sollte jemand eine choreographie erfinden, die die schattenbilder nachtanzt… ich nicht, ich gehe zum fiedelerplatz, der sich für den frühling rüstet. das erste eis in der waffel, denn – der eismann ist wieder da – viel früher als erwartet. nun ist er da, der frühling im winter.

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