SYLVIA HAGENBACH

Texte und Bilder

offene ateliers

Tagebuch — Sylvia am 31. Mai 2015  

paarmal im jahr öffnen künstler ihre ateliers und lassen die hannoveraner reingucken. wahrscheinlich machen sie das, damit sie einen anlass haben, mal aufzuräumen… nein, spaß, aber so viele doll gesaugte und aufgeräumte künstlerdomizile kriegt man sonst nicht zu sehen. beim alltäglichen „mal vorbeischaun“ siehts jedenfalls meist anders aus,  ich schwöre! für mich machts nicht viel sinn, all die gemälde, drucke und skulpturen zu fotografieren, die wirken besser face to face. wenn ich aber genug kunst geguckt habe, entdecke ich oft noch andere lohnenswerte motive und die stell ich jetzt mal hier rein. viel augenvergnügen!

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stampfen singen gröhlen tanzen

Tagebuch — Sylvia am 30. Mai 2015  

allein zu haus und regenschauerschauerschauer. es knallt auf die dachfenster, draußen wölkt sich alles grau bis blauschwarz. jazztime auf dem marktplatz – ab und zu hör ich was. die armen, jahr für jahr mistwetter. ganz schön tapfer denk ich und mops mich. ich könnte – aufräumen. kontoauszüge ordnen. kleiderschrank innen begutachten. das alles und noch viel mehr.  achwas. achwas. am laptop guck ich durch die musiksammlung. summe hier summe da tralala. Norwegian Wood. ich singe leise. dann tu ich mir die ohrstöpsel vom mp3-player rein, geh durch die wohnung und singe vor mich hin. dann lauter, California dreaming alle stimmen, haha, wirklich alle, haha, ich hoffe unter mir ist auch keiner zu hause. Highway to hell. da stampfen die bestrumpften beinchen, die arme zappeln durch die luft. Weisse Rosen aus Athen, Ein Schiff wird kommen. Achim Reichel Aloaheahealoahea, Slade Alive, Status Quo, Stones einfach alles was wir früher mal so zertrampelt haben und mit der luftgitarre zerhackt… nun bin ich fertig. es war großartig. keiner hat geklingelt, besenstiel hab ich auch nicht gehört. perfekt. schön locker jetzt. lass regnen, hört sich schön an.

schattenwurf

Tagebuch — Sylvia am 27. Mai 2015  

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auf das wechseln rot gelb grün achtest du nicht aber auf den steten schatten an sonnigen tagen streng auf das pflaster geworfen hier nimm und sieh – aber das tut niemand. armer schatten, vergeblicher wurf.

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