SYLVIA HAGENBACH

Texte und Bilder

kind im quadrat

Foto-Text-Geschichten,Kindheit — Sylvia am 8. März 2010 um 15:54  

in der nächsten zeit werde ich hier in lockerer folge einige “texte aus dem schuhkarton” einstellen. sie liegen schon etwas länger – aber ich möchte sie jetzt doch herauslassen in der hoffnung, dass sie neue hinter sich her locken – es geht um kindheit – meine – und obwohl sie von selbst erlebtem handeln sind sie nicht immer 1 zu 1 zu übersetzen, ein wenig phantasie, ausschweifung und weglassen sind immer dabei…

strawberry marks

Foto-Text-Geschichten,Tagebuch — Sylvia am 7. März 2010 um 14:53  

engelmitspiegel

letzte nacht john lennon im radio gehört, let me take you down, ‚cause I’m going to… schön war’s love und flashback und alles; weiss nicht, wieso ich da hin geriet plötzlich, nachts aus meinen laken gewickelt, nicht erdbeerfelder, mehr strawberry-marks, feuermale; der salamander reckte sich und ich lief, es war eine sternklare nacht, ja, der grosse wagen klirrte im milchstrassengesumm und john war in meinem hinterkopf als ich abhob, in den himmel dachte ich, jetzt direkt in den himmel und los fuhr der grosse wagen, dahin, ohne mich, und über tausend stufen kam ich der erde näher, und jede der tausend, jede einzelne der tausend küsste mich
wund bis ich am boden war. nun liege ich und brenne, schaue den feuermalen zu,
sehe sie blühen, rot, blau, grün, strawberry-marks, strawberry-marks im winter.

sagen sie…

Foto-Text-Geschichten,Fotos — Sylvia am 1. Juni 2009 um 22:31  

sagen sie nichts

vielleicht ist es besser so… vielleicht aber verstockt auch das unerwiderte so sehr den natürlichen fluss ihrer sprache, dass sie gerinnt oder nach innen rennt und womöglich dort ein größeres unheil anrichtet, als wenn sie das nächste mal alles sagen, was ihnen in den sinn kommt. es könnte natürlich ebenso geschehen, dass die ansprache ihre sprache derart anmacht, anfacht, entzündet, dass sie nicht mehr aufhören können zu reden und dass es dann endet wie mit dem grießbrei, der einfach über tisch und bänke, durch zähne und zäune quillt und dann – dann haben wir ihn, den wortsalat, das wortragout, den wörterwald, den undurchdringlichen. dann wäre es vielleicht doch besser, wenn sie gleich gar nichts sagen. oder auch nicht.

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