
den kopf muss er nach hinten legen beim sitzen.
wenn er den kopf sinken liesse, würde sich das
fleisch vom kragen her in wellen langsam über
sein gesicht schieben. alle gesichtshöhlungen
würden sich füllen mit dem fleisch,
das ihm gewachsen ist aus kartoffeln, kraut
und braten, litern von bier und korn und lüttjen lagen.
um die überschwemmung und das darauf wahr-
scheinlich erfolgende ersticken zu vermeiden,
muss er den kopf nach hinten legen.
auch beim gehen muss er das tun, zur verlagerung
des schwerpunkts. würde er nicht den kopf nach
hinten legen beim gehen, könnte er nicht die leicht
nach rückwärts geneigte körperhaltung erlangen,
die sein überleben ermöglicht. liesse er seinen
körper nur um ein weniges nach vorn sacken, um die
anspannung zu mildern, hätte das schlimme
folgen:
die bauchkugel würde sich rückhaltlos nach vorn stülpen,
würde den rest mit sich reissen, rundkopf, melonenarme,
keulenbeine, alles, die klotzpranken würden auf der
suche nach halt durch die luft rudern und dabei
nichtsahnende passanten zu fall bringen. die masse
würde über ihnen zusammenschwappen und sie dem er-
stickungstod anheimgeben. durch die wucht des aufpralls
würde der herzschrittmacher des herrn p. zertrümmert,
die auslaufende batteriesäure würde ihm ein brennendes
gefühl im brustraum verursachen, für kurze zeit nur,
und dann wäre es aus mit ihm.
deshalb geht er nicht gern herum, der herr p., vorsichtig
ist er, sitzt lieber tag für tag im bierzelt, den
kopf bedachtsam nach hinten gelegt, und sinniert über
die gesetze der schwerkraft.