SYLVIA HAGENBACH

Texte und Bilder

mein vater

Lyrik,Tagebuch — Sylvia am 22. Januar 2010  

mein vater

er lächelt

er lächelt im schlaf

weil er

vielleicht

wieder jung ist

weil er

vielleicht

wieder stark ist

auf seinen füßen steht

und läuft

weil seine hände

beweglich und sanft sind

und seinen schimmel

streicheln

und seinen schlitten

voll mit holz

bis ins dorf ziehen

der schnee

ruht sich aus

in vaters narbigen schuhen

vergessen

vor der stalltür

in einem längst

versunkenen land

4 Kommentare »

Kommentar by Kerstin

23. Januar 2010 @ 10:11

Sylvia,das ist so schön!!!!!!!!!

Gruß
Kerstin

Kommentar by Rachel

23. Januar 2010 @ 14:47

Liebe Sylvia,

da muss ich sofort auch an meinen Vater denken;-)
so gut mit Liebe gefühlt und geschrieben…

herzlich, Rachel

Kommentar by seelenruhig

25. Januar 2010 @ 10:13

Aus verschiedenen Gründen muss ich gerade schwer schlucken…

liebe Grüße von Ellen

Kommentar by Dietmar

27. Januar 2010 @ 09:57

es gibt ja vieles, Bilder, Lyrik, Reiseberichte, Protokolle, Briefe – und da auf einmal wieder
und jeden Tag neu, Seite für Seite, Tag
für Tag TAGEbuch, wo sich die tägliche Sache
in was ganz Eigenes und Eigenartiges verwandelt.
Dann aber, wenn sie unversehens auf eigenen Füßen steht, aufbricht und loszieht wie eine Figur
aus dem Märchen, um auf einmal
auch anderer Leute Sache zu sein oder zu werden …

Aber vielleicht gehört das schon nicht mehr
hier her, zu der von dir angesprochenen Sache.
Die ist ja zunächst einmal eine ganz persönliche,
in die vielleicht nicht einmal die Tagebuchzeilen
voll hineinschauen können.

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