augenschatz

Von | 15. Februar 2020

schon am morgen fängt das auge einen schatz. nebenher all das autogeschepper, das gedröhn und geklingel der erwachenden stadt. und hier blinkt es, wirft nahes und fernes zusammen. die müllkiste flirtet mit dem grün des gegenüberhauses, ein zettel befreit sich vom zerkratzten beschriebenen untergrund. ohne rascheln, denn der wind kann noch nicht recht angreifen um den abriss klarzumachen. stunden, tage, wochen, wird es dauern, vielleicht nie gelingen, diese post auf den weg zu wehen. schau nur gut weg, denn nur dann passiert es vielleicht.

in den straßen, unbeachtet

Von | 30. Januar 2020

in den straßen, unbeachtet, stehen bilder auf glas. in der nähe von bäumen, von häusern, sind sie besonders prächtig. eine galerie, ohne ängste vor den schwellen, eine walk-by-Galerie (nicht to go! nicht to go! denn sie bleiben am platz, die bilder, bis es piept, bis jemand die tür öffnet, sich setzt, die türe schließt und davon fährt).

swing

Von | 28. Januar 2020

dunstig ist es am see. geräusche wie eingepackt, sie dringen nicht durch, kleine wattepads, die nur sanft das trommelfell streicheln. wasser schwappt grau über die steine, am ufer picken enten im gras. tulpenknospenbürzel ragen aus dem see, denn die schwäne stehen wieder kopf. über mir die trockenen blätter und samenkapseln scheinen zu winken. sie locken mich, sie zum schwingen zu bringen. hörst du die melodie?