das große leuchten

Von | 5. November 2026

morgens früh

vormittags

mittags

 

geh ich auf den balkon, empfängt mich ein großes leuchten. frühmorgens schon, wenn noch gar kein sonnenlicht hellt, ist in den blättern schon dieses versprechen. vormittags wirds mehr, der kran rechts im bild leuchtet auch. mittags dann volle kanne boaaaah!!! unser kirschbaum! manchmal zwitscherts draus, das sind die meisen, die mit mir schabernack machen. ich pfeife, sie antworten, tauchen zwischen den blättern auf und starren zu mir rüber. wenn ich dann vom balkon verschwinde, die tür schließe und ganz stille in der küche stehe – dann schwingen sie sich heraus zum vogelhäuschen und picken und schlürfen und flattern. gegen mittag kommen sie wieder und sammeln ganz zart die runtergeschmissenen körnchen vom balkonboden. herrlich ist das!

Dublin, Liffeyfluss

Von | 26. Oktober 2026

wenn  uns alles zu viel wurde, gingen wir zum Liffey.

https://www.dublin-inside.de/sehenswuerdigkeiten/liffey.html

an seinem ufer gibt es eine wunderbare promenade mit vielen bänken. dort hingen wir gern ab und erholten uns vom trubel. von da aus konnten wir in gehörigem abstand rüber zur Temple Bar gucken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Temple_Bar_(Dublin)

und nein, nicht nur nachts ist hier die hölle los. wir dachten das und spazierten eines vormittags da hin. ziemlich schnell flüchteten wir wieder, junggesellinnenabschiede, kreischende mädels in pink mit hasenöhrchen, schwankende buben mit flaschen in der hand, gewusel, gewimmel, grasgeruch.  viele viele drängelnde touristen, fast vergessen, dass wir selbst welche sind. puh. schnell weg. zum glück ist der Liffey nicht weit, fix über eine der netten brücken und husch – saßen wir auf den bänken der promenade. möwen kamen zu besuch, wurden manchmal gefüttert. der holzboden mit den dicken schrauben. viel zu gucken. die schrauben hatten manchmal hütchen aus kronkorken, die ihnen die biertrinkenden an der promenade irgendwann verpasst hatten. das war ein feines buntes bild, das man stundenlang studieren konnte.

   

und viel zu gucken auch hüben und drüben, vor der Temple-Bar die buskohorten nach überallhin in der stadt und aufs land. blumenschmuck an häusern, buchläden, an denen menschen vorbeiliefen…

und so vieles mehr. wir liebten es, zu schauen und zu sitzen und nichts zu wollen und zu müssen. und stille zu genießen, trotz verkehrslärms hinter uns. hier schrie und kreischte niemand, außer den möwen. kaum jemand hatte es eilig. und wenn schon. wir saßen und mussten nirgendwohin hetzen.

auch stare kamen zu besuch…

 

 

zu fuß

Von | 16. Oktober 2026

hierhin liefen wir zu fuß. wir wussten, es ist eine sehr schöne kirche, die christchurch cathedral https://christchurchcathedral.ie/

mich haben besonders die fußbodenmosaike beeindruckt. und in den katakomben die vielen güldenen sachen in vitrinen. und die skelettierte katze, die man einmal bei bauarbeiten fand. auch unten in den katakomben.  eines sonntags gingen wir wieder mal in den gottesdienst dort. einmal vorher waren wir da und sehr beeindruckt von der predigt, die wir fast wort für wort verstehen konnten, so gestochen scharf und einfach war das englisch, das gesprochen wurde. auch dieser gottesdienst hat uns gefallen, mit der anschließenden tee- und kaffeerunde im stehen. mit keksen. und freundlichen menschen, die auf uns zu kamen und fragten woher und wieso. die gespräche waren anregend und nett, überhaupt nicht aufdringlich. ein tolles bauwerk! als wir rausgingen, wurden wir fast hinweggeschwemmt von hineindrängenden menschen, kameras vorm bauch, ohne rücksicht auf verluste. das hat keinen spaß gemacht.