Dublin, Liffeyfluss

Von | 26. Oktober 2026

wenn  uns alles zu viel wurde, gingen wir zum Liffey.

https://www.dublin-inside.de/sehenswuerdigkeiten/liffey.html

an seinem ufer gibt es eine wunderbare promenade mit vielen bänken. dort hingen wir gern ab und erholten uns vom trubel. von da aus konnten wir in gehörigem abstand rüber zur Temple Bar gucken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Temple_Bar_(Dublin)

und nein, nicht nur nachts ist hier die hölle los. wir dachten das und spazierten eines vormittags da hin. ziemlich schnell flüchteten wir wieder, junggesellinnenabschiede, kreischende mädels in pink mit hasenöhrchen, schwankende buben mit flaschen in der hand, gewusel, gewimmel, grasgeruch.  viele viele drängelnde touristen, fast vergessen, dass wir selbst welche sind. puh. schnell weg. zum glück ist der Liffey nicht weit, fix über eine der netten brücken und husch – saßen wir auf den bänken der promenade. möwen kamen zu besuch, wurden manchmal gefüttert. der holzboden mit den dicken schrauben. viel zu gucken. die schrauben hatten manchmal hütchen aus kronkorken, die ihnen die biertrinkenden an der promenade irgendwann verpasst hatten. das war ein feines buntes bild, das man stundenlang studieren konnte.

   

und viel zu gucken auch hüben und drüben, vor der Temple-Bar die buskohorten nach überallhin in der stadt und aufs land. blumenschmuck an häusern, buchläden, an denen menschen vorbeiliefen…

und so vieles mehr. wir liebten es, zu schauen und zu sitzen und nichts zu wollen und zu müssen. und stille zu genießen, trotz verkehrslärms hinter uns. hier schrie und kreischte niemand, außer den möwen. kaum jemand hatte es eilig. und wenn schon. wir saßen und mussten nirgendwohin hetzen.

 

 

zu fuß

Von | 16. Oktober 2026

hierhin liefen wir zu fuß. wir wussten, es ist eine sehr schöne kirche, die christchurch cathedral https://christchurchcathedral.ie/

mich haben besonders die fußbodenmosaike beeindruckt. und in den katakomben die vielen güldenen sachen in vitrinen. und die skelettierte katze, die man einmal bei bauarbeiten fand. auch unten in den katakomben.  eines sonntags gingen wir wieder mal in den gottesdienst dort. einmal vorher waren wir da und sehr beeindruckt von der predigt, die wir fast wort für wort verstehen konnten, so gestochen scharf und einfach war das englisch, das gesprochen wurde. auch dieser gottesdienst hat uns gefallen, mit der anschließenden tee- und kaffeerunde im stehen. mit keksen. und freundlichen menschen, die auf uns zu kamen und fragten woher und wieso. die gespräche waren anregend und nett, überhaupt nicht aufdringlich. ein tolles bauwerk! als wir rausgingen, wurden wir fast hinweggeschwemmt von hineindrängenden menschen, kameras vorm bauch, ohne rücksicht auf verluste. das hat keinen spaß gemacht.

 

bus

Von | 14. Oktober 2026

wie gern sind wir bus gefahren in Dublin. wir hatten eine karte für die öffis und konnten alles nutzen, hin und her. wenn die menschen einsteigen, sagen sie „good morning, good evening“ oder „hello“ zum busfahrer. wenn sie aussteigen, rufen sie „Thank you“.  toll! das haben wir uns auch angewöhnt. um die ecke waren sehr viele bushaltestellen, darum war es leicht für uns, zu verreisen. eines tages nahmen wir den 13er nach Crange Castle. oh, dachten wir, da ist bestimmt ein kleines schlösschen und ein großer grüner park. wir fuhren und fuhren. durch die innenstadt, voll mit menschen. dann durch vororte, dann an riesigen einkaufszentren vorbei, dann an vielen vielen sportplätzen, die alle sehr belebt waren, kinder, erwachsene, alle wuselten herum. dann wurde es einsamer und irgendwie unbelebt. und dann kam der endpunkt: Crange Castle. oh. wie schön. wir waren in einem wissenschaftspark gelandet, lauter seltsame gebäude, kaum menschen zu sehen. der busfahrer sagte „about 15 minutes“ auf unsere frage, wie lange es dauerte, bis wir einen bus zurück nehmen können. so saßen wir auf einem bänkle und schauten ins nichts. der verdacht lag nahe, dass der besitzer von crange castle sein castle und seinen grundbesitz verscheuert hat. und die stadt Dublin hat gebaut, gebaut. einen wissenschaftspark. der bus kam, wir stiegen ein und kamen tatsächlich an einem gebäuderelikt vorbei, rest von altem gemäuer. das war bestimmt das castle! riefen wir. wahrscheinlich stimmts sogar.