am rhein

Von | 15. April 2018

am Rhein spielen sich geschichten ab, schwingen sich finger und faltenwürfe über – ein ei? ein brot? ich schlich ganz herum um das bronzene rätsel, betastete es, schlug vorsichtig darauf. vielleicht würde das ei das brot das gebilde aufspringen und ein küken oder eine erklärung hervorbringen. doch nichts geschah – außer einem hellen seltsamen ton, der den Rhein entlang lief und nicht zurück kam. ich suchte nach einem schild, einer erklärung, einem zettel, einem buch. schließlich fand ich eines mit einem gelben umschlag. der titel war nicht mehr zu entziffern. anscheinend war dem buch viel unheil geschehen, schrammen, knicke, eselsohren. da nahm ich es auf und begann zu lesen. die buchstaben schwammen auf wellen, auf und ab wurde getanzt. da gab ich das lesen wollen auf und freute mich am spiel des auf und nieder, der schatten und der lichtpunkte. es war fast genau so, wie über den Rhein zu schauen. nur papierner, raschelnder, geheimnisvoller. auf der letzten seite entdeckte ich einen bleistiftstrich, den einzigen im ganzen buch, unter den worten: „… am Rhein spielen sich geschichten ab“.

für K. – du fehlst!

Von | 9. April 2018

Tiefe Stille herrscht,

und die Sonne

scheint so hell

durch den Frühlingstag –

nur vom Kirschenblütenbaum

fallen Blüten immerzu –

Ki o Tomonori

 

 

 

 

husch husch

Von | 4. April 2018

der wind ist erwacht!

husch husch auf die bank – denn gleich –

schneit’s aus dem kirschbaum!