wollten essen gehen. bayrisch. kraut, braten, obatzda. ein bier dazu und gut.
wir kamen an, wurden schon im eingang begrüßt von sepplbehosten hemdkarierten mannsleuten, blick schon bissl glasig, aber fröhlich, freundlich. dachten uns noch nix, bis wir reinkamen. mei. holleradiho. die meisten döhrener warn bayrisch verkleidet. wir guckten uns an, zogen die köpfe ein. die madln in dirndln, manchen krochen tatoos ausm ausschnitt, drachen oder rosen oder schlangen bewachten das holz vor der hütten. mei. die musik war laut, so laut, dass man nix reden konnte. also haute man auf den tisch im takt, einmal. dann verging auch das.
wir gingen mit den tellern zum buffet, zum bayrischen und taten die schmankerln drauf, warn gut! aßen, füllten nach. warteten aufs bier. warteten mit ohrenschmerzen. juhuuuu jauchzten die madln. holleradiho brüllten die mannerleut. mei. wir aßen nochmal, fix, spülten nach mit dem endlich eingetroffenen bier und entschwanden. kalt wars auch, aber dafür luftig im angebauten zelt.
der heimweg war verregnet, aber das war auch schon wurscht. zuhause tranken wir einen heisssssssssen tee und mummelten uns richtig ein. früh zu bett. und schliefen bis in den hellen sonntagstag. mei. in Bayern sind sie alle da, kinder, frauen, männer, jung, mittel, alt, alles da, alles durcheinander. da passts. hier nicht so. also gut, nächstes jahr nicht wieder…






