greybutabeauty

Von | 2. Februar 2022

und es ist ja auch nicht ganz und gar grau. ein schimmer wie von himmelblau kommt uns entgegen und der versteckte schatten eines gebäudes. oder schwimmt ein schiff darin und wir sehen die fenster des kapitänskabäuschens? schön geheimnisvoll verrätselt, das ist es. im moment des fotografierens weiss ich natürlich alles zuzuordnen. schaue ich aber irgendwann später in die gesammelten werke, ist es so, als hätte ich es nie gesehen.

nun ist aber auch mal gut mit dem grau

Von | 29. Januar 2022

draussen brausts. auf der straße liegen die windklappern, die noch an den bäumen waren, dunkelbraune große bohnenförmige kapseln, die sich kringeln und wenden und nun über die straße kugeln. paar hängen noch – die scheppern und klappern, als hingen kleine grimmige gerippe in den zweigen. einmal stand ich nachts auf dem balkon und hörte zu, es war keine schlechte performance. stündlich frag ich mich, ob ich nicht lieber einfach raus sollte, dicke klamotten an und los. dann höre ich im radio und lese in der zeitung warnungen vor ästen. dicken ästen. die fallen runter, dir auf den kopf. das beruhigt mich und ich höre auf, mich als faul und couchpotato zu beschimpfen. und dann ist nix mehr mit wochenend und … sonnenschein. vorhin kam er kurz vorbei. der sonnenschein. ich stand am fenster und feierte ihn. dann kam die nächste graue wand. auf dem sofa ist es auch ganz schön. echt.

die nächste…

Von | 23. Januar 2022

die nächste kunstschaffende hat die vitrine erobert: Wiktoria Wesemann. hingehen, anschauen! fein, filigran, schimmernd wie libellenflügel schafft ihre installation einen zarten, aufregenden impuls auf der verteilerebene. eine arbeit, die sich ausbreitet im innern, aber nicht „breit macht“. beim betrachten wünsche ich mir, sie könnte über den raum des kastens hinausgehen, -fliessen, hinauslaufen, ein wenig wie seifenblasenschaum direkt in die laufwege der passanten. was würde geschehen? würden sie seifenblasen machen, würden sie das objekt weiterbauen, wer weiss, wohin? der alltag würde noch verzauberter, als es jetzt schon der fall ist. eine fragile, poetische arbeit hat Wiktoria Wesemann diesem prosaischen ort geschenkt.