
nein, nicht drauftreten, rief ich. und er blieb stehen. wir schauten auf das kleine pappgesicht und entdeckten, dass es eigentlich zwei sind. ein schlafendes und ein waches. wunderbar geschmückt mit herbst.
lange habe ich darüber nachgedacht, woran mich unser kirschbaum in der morgendämmerung erinnert. ein bild war es, ein wenig schemenhaft in meinem kopf gespeichert, irgendwo, aber wo, aber was?
heute morgen ist es mir eingefallen. es gibt eine arbeit von Max Ernst, Titel: „Die Einkleidung der Braut“. im mittelpunkt, fast bildfüllend, steht aufrecht und intensiv eine leuchtende figur, orangerot, gekrönt von einem großen, ernst dreinschauenden vogelkopf. es schaut hervor aus all der stofffülle der leib einer frau, bis zu den brüsten. gerade noch zu erkennen ist ein gesicht (das gesicht der einzukleidenden braut?), fast eingequetscht zwischen vogelkopf und gewand. das bild zu deuten fällt mir nicht ein, ich mag es auch nicht. was mich aber sehr beeindruckt, ist diese majestetische anmutung des vogelkopfes, wie er schaut, ganz unverwandt und präsent. und die farben, die fülle des stoffes. was mir nicht gefällt, ist die erdrückende schwere, der die frau ausgesetzt ist.
dieses bild, glaube ich, ist es, was mich denken ließ, jemand schaute mir aufmerksam beim frühstückmachen zu.
das bild hier zu zeigen, wage ich nicht, die rechte… es ist gut zu finden im netz.