es blieb nichts

Von | 14. Januar 2026

es blieb nichts, als vom balkon zu schauen. schneeberge, schön. aber die tauerei ist anstrengend. weil ich kann nicht ausschreiten, es war ein elendes gewackel und gerutsche im stadtteil. manche menschen schauten mit weit aufgerissenen augen ängstlich vor sich hin. wahrscheinlich ich auch. es gab schöne freie passagen, aber auch sehr gefährliche rutschige stellen. bah. ich ging nicht einkaufen. ich kehrte um. heute werde ich es wieder versuchen.

Von | 13. Januar 2026

die insel war weiss. manchmal meinte man, im gebirge zu sein. als die sonne verschwand, fühlten wir uns eingesperrt, verloren. ich hörte: ich will das wattenmeer sehen. ich rief: ich auch! als wir um die ecke bogen – da war es. fern lag sonne auf einem schmalen streifen land. die windräder standen wie magere tiere am horizont.

noch so eins

Von | 12. Januar 2026

wer weiss schon, was hinter brettern weht, winkt und lauert? es scheinen bäume, büsche zu

sein. schwarz die äste, das blattwerk. was wird sich an ihren wurzeln abspielen? beissen biber?

jagen sich mäuse? klopft der maulwurf von unten gegen die feste erde? keiner weiss es. jede kann

nur spekulieren und die letzten spekulatius essen. oder es ist den meisten einfach egal.