der flutende hahnenfuß breitet sich wieder üppig unterm wasserspiegel, wuchert zuweilen auch darüber hinaus in die höhe, bildet nestchen, inseln und weidegrund für seevögel. eifrig ist der maschseemäher unterwegs, eine große blaue maschine, die den see befreien soll. wir wollen wünschen, dass es gelingt, denn die hedderei ist eine große. und wir möchten einen see, keine hahnenfußwiese. auch müllskulpturen sollen sich nicht türmen, da gibts schönere – am see und da hinten – im museum…
lebenszeichen

still wars hier. das internet wackelte maßlos, es ließ mich nur sporadisch rein, zufällig, kurz. festnetz war auch tot. oft hörte man: „Mensch, was telefoniert ihr denn andauernd? Ist ja immer besetzt!!!“ vorwurfsvoll. stimmte ja gar nicht. alles richtig down. heut kam ein junger mann und schaute alle leitungen an. ging sogar auf die straße zu ’nem verteilerkasten. schraubte hier, schraubte da. was soll ich sagen: (toitoitoi) es funktioniert wieder. hoffentlich für länger.
was übrig ist

der alltag öffnet seine schatzkästlein und breitet das geschmeide vor deinen augen aus.
dieses einfache grobe einwickelpapier! samtig wirds bei fleissigem gebrauch. irgendwann muss es weg. auch anderes muss weg. die welken pflanzenblätter, schau! wie teure kostbare mantelteile. die abgestreiften johannisbeerstiele, winzige transparente fruchtteilchen haften noch daran, wie tröpfchen, wie tränen womöglich. und stückelchen vom apfelgriepsch. ein herrliches stillleben, wirklich.







