wie viele tage

Von | 20. Juli 2026

„Wie viele Tage muss ich gehen – zu Gast in unbekannter Nachbarschaft“, so heisst ein buch von Millay Hyatt, das ich gerade gelesen habe. ich liebe es, über solche projekte zu lesen. Millay Hyatt hat einen reiseessay verfasst über eine wanderung von Berlin aus in richtung osten. irgendwann kommt sie sogar in Polen an. nur ein altes handy zum telefonieren, ohne praktische smartphone-funktionen, hat sie dabei. aber fontane im rucksack. die selbstverordnete regel lautet: die gastgeber/die gastgeberinnen rufen jeweils bekannte am nächsten zielort an, ob sie der wanderin unterkunft gewähren können. spannend! meistens klappts, manchmal hakts. unterwegs fragt sie sich manchmal, ob sie je aus ihrer eigenen bubble rauskommt, denn die jeweiligen gastgeber/gastgeberinnen sind alle ähnlich sozialisiert wie die wanderin und auch ähnlich in den ansichten. eigentlich wollte sie ja ganz viele unterschiedliche lebensformen kennenlernen. gelingt fast nicht. es liest sich meist gut, unterhaltsam, ich fieberte mit ihr, litt mit ihr beim gang durch wälder, verlassene landschaften, beim übernachten in teilweise abenteuerlichen unterkünften. denn irgendwann war ich ja auch mal eine weitwanderin. ich finde, es lohnt sich, diese reiseerlebnisse zu lesen. manchmal hätte ich mir etwas weniger geschichte und mehr geschichten gewünscht, aber nun. jede wandert anders. auf jeden fall lohnt sich das lesen!

am fluss entlang

Von | 9. Juli 2026

am fluss entlang gingen wir mit der kräuterkundigen frau Kurtz von https://wildkraeuterlich.de 

so vieles weiss sie und gibt es weiter, an uns, die wir sie neugierig löchern. an uns, die wir bei unseren gängen durch die leinemasch ahnungslos an wildpflanzen vorbeilatschen, die uns bei diesem und jenem helfen könnten. shame on me. giersch, gundermann, beinwell, äh, es war wirklich viel. einiges konnte ich behalten, anderes lese ich noch nach. sie beschwor die kraft der kräuter, erzählte auch von der einen und anderen hilfe, die ein kraut schenkte. besonders erinnere ich beinwell, aus dem sie einen umschlag machte und auf eine beinverletzung ihres sohnes legte. die heilte verblüffend schnell. eine pflanze pflückte sie, zerpflückte sie behutsam und rieb mir einen teil des stiels auf einen dauerjuckenden stich. das jucken ist weg, der stich nicht mehr zu sehen. was mir gefiel: sie würde immer immer eine ärztin oder einen arzt zu rate ziehen, wenn die wunde nicht heilt, der schmerz nicht geht. nie zu lange rumkräutern. das war schön und erhellend. ich werde weiter schauen.

erinnerung

Von | 6. Juli 2026

erinnerung an einen heissen tag. wie schön war es, kühle zu finden. jetzt brauche ich fleece, um nicht auszukühlen. aber warte!