draußen reden

Von | 22. Januar 2025

dieses gelaber draußen. wenn ich gehe, gehe ich. am liebsten unbeschwert. das ist aber schwierig, denn andere gehen beschwert von kopfdingen. die müssen sie loswerden, unbedingt. und zwar laut. am schönsten ist es, wenn sie hinter dir gehen und irgendetwas lang und breit verkünden, irgendjemandem, den man nicht sehen kann. das geht ganz leicht, denn man kann einfach in ein mikro reden und denjenigen oder diejenige, die man nicht sieht, volllabern. blablabla. ich stelle mich an den rand und lass sie überholen. im winter kann man ihren atem wie sprechblasen über ihren köpfen sehen.

die sonne kämpfte. sie gewann. später war alles hell und ich fuhr straßenbahn. niemand laberte. dafür schmatzte die frau neben mir an einem döner. aber das war nicht so schlimm.

10 Gedanken zu „draußen reden

  1. andrea

    ein guter titel ist das! … und dann folgt, was ich gut kenne. immer wieder verwunderlich, wie ungeniert leute ihre gespräche allen umgebenden mit- mitteilen!
    schöne fotos … und eure straßenbahnen schauen bissl anders aus als unsere. 🙂

    liebe grüße, andrea

  2. Sylvia Beitragsautor

    liebe andrea,
    danke schön. ja, es ist wirklich
    manchmal nicht so gut zu ertragen:-(.
    aber nu…. was willste machen.
    die straßenbahn ist eine von den
    ganz neuen, leider etwas unbequem
    zu „besitzen“. doch die ganze strecke
    zurückzulaufen hatte ich gestern keine lust…
    lieber gruß
    Sylvia

  3. Sonja

    Ach komm, sei gnädig, lass sie reden!
    Das tust du ja!
    Gut so.
    Bereifte Diffizilpflanzen sind wunderbare, in Sondersprache sprechende Motive!
    Gruß von Sonja

  4. quersatzein

    Oh ja, da draussen lauschen (nicht aufs Gerede), sehen, fühlen ist so viel schöner als einander vollquatschen.
    Deine mitgebrachten Fotos sind tolle Hingucker.
    Einen lieben Gruss, noch still am Schreibtisch sitzend, Brigitte

  5. Sylvia Beitragsautor

    @Brigitte
    danke, und viel freude am stillen sitzen;-))).
    hab einen guten tag!
    lieber gruß´
    Sylvia

  6. Sylvia Beitragsautor

    @Sonja
    ja, ich lass sie ja:-). mecker auch niemanden an.
    aber manchmal…
    die natur allerdings entschädigt für vieles. wennse dann
    umme ecke sind, hihi.
    lieber gruß
    Sylvia

  7. Hausfrau Hanna

    Sich beim Unterwegssein,
    liebe Sylvia,
    eine kleine ‚Auszeit‘ zu nehmen, um derart laute Quasselstrippen vorbeiziehen zu lassen, ist eine kluge Entscheidung: Ich mache es jeweils auch! 😉
    Im Tram wechsle ich schon Mal den Platz…
    Deine Winterbilder, in Ruhe und mit geübtem Auge aufgenommen, sind wunderschön!
    Liebe Grüsse nach Hannover
    Hausfrau Hanna

  8. Sylvia Beitragsautor

    @Hausfrau Hanna
    auszeiten sind wirklich wichtig. ich genieße sie, meist;-).
    die masch war in den raureiftagen wirklich herrlich, als hätte
    sie all ihre klunker aus dem safe geholt und sich umgeschlungen.
    jetzt pladdert es, und es ist wärmer. sofawetter:-))))).
    liebe grüße
    Sylvia

  9. mona lisa

    Kunst ist es vielleicht,
    im Lauten still bleiben zu können,
    auf das im Außen nicht reagieren zu müssen,
    auch innerlich nicht.
    Ich übe – noch immer.
    Herzliche Grüße, verbunden mit viel Freude an deinen Fotos.

  10. Sylvia Beitragsautor

    @mona lisa
    das übe ich auch immer noch. manchmal gelingts sogar:-))).
    danke!
    lieber gruß
    Sylvia

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