hui

Von | 22. Mai 2020

welche freude. unterm dach saß ich und hörte geräusche. klopf. klopf. dann mehr, und mehr, und mehr. klopfklopfklopfklopfklopf. war das etwa… es regnet. jaaaaaa! dachte an die omma von K., die gerne sang: es rejenet jott sejenet die ääääääade weeead naaaaasss. und dachte an das tuch, das sie um ihren kopf band, so, dass vorn ein zipfel in die höhe stand. an ihre adlerauge-indianernase und den hellen ostpreussischen himmel in ihren augen. es rejenet. vielleicht wird es doch noch ein Mai, und der war grüne. und nicht vollends verstaubt. das wär doch mal was.

seifie

Von | 20. Mai 2020

bei Sonja (blogroll: wildgans) fand ich heute eine betrachtung über zerfurchte seife und ihre anwendungsmöglichkeiten. in meinem badezimmer liegt eine ähnlich erodierte, durch eifrige nutzung in drei teile zerfallene. fotografierte sie und sinne nun über einen titel: vogerl über der kloschüssel oder vogerl am wassernapf. oder engel, einen bärgeist bewachend. oder segelschiffchen im blautopf. weitere ideen werden gern entgegengenommen!

duftig

Von | 18. Mai 2020

der friedhof ist ein heiterer ort, derzeit. die gärtner haben in den vergangenen jahren vieles ausgedünnt, neue sichtachsen geschaffen und viel raum zum schauen. dieser besondere frühling hat uns oft hier hin getrieben, in die stille. und mir kommt es vor, als sähen wir hier, ähnlich wie beim feuerwerk, nur ohne geböller, von woche zu woche neue farbexplosionen sich entzünden. ja wirklich! die primeln begannen, die narzissen, die osterglocken folgten, dann die kirschblüten… nun sind rhododendren und goldregen dran und zittrigschöne gräser. mensch! welch ein reichtum!