im museum tanzen die schatten. die weissen filigranen twister von Alice Aycock lohnen das schauen. nicht nur die kunst auf dem sockel zieht an. über den fußboden drehen und winden und schlingen sich formen, federleicht, substanzlos, nichts als schatten. dieser tanz fasziniert, das schauen verwandelt das helle metall auf den sockeln in schlingpflanzen, riesenblätter, lächelnde gnome – am boden. wer sie findet, freut sich.
5 tage im bayrischen. tage voller musik, wurstlschmankerln, weissbier, begegnungen. unterm fallschirmseidendach saßen wir an biertischen, eng an eng, hintern an hintern. lauschten musik, so unterschiedlich und gegensätzlich. bayrische blasmusikkapellen und mexikanische mariachi. musiker aus Dellnhausen waren in Mexiko und spielten dort mit den mariachi-musikern. hier kam der gegenbesuch. sagenhaft. passt! das hätte ich vorher nie gedacht.
am straßenrand kleine performances, akkordeon-kinder, einsame trompeter, hackbrett-ereignisse, kochlöffelpercussion. ein kleiner markt, ein tanzboden, auf dem alte junge große kleine, trachtler und jeansbehoste traditionelle tänze tanzten, „zwiefachen“ (unter anderen, die ich nicht behalten habe). ich saß und staunte, wie selbstverständlich und ohne g’schamigkeit die menschen sich über die bretter bewegten. drei kleine mädchen drehten sich am rande, strahlend, kichernd, der musik hingegeben, mit roten wangen.
an stehtischen wurden waffeln konsumiert. vielleicht ein kaffee dazu?
daheim im norden werden die bilder gesichtet und noch einmal „hinterhergeschmeckt“. schee war’s und ein bisschen fremd.