durch die gegend humpeln

Von | 8. September 2025

ich kleines rennschwein. wie liebe ich es, zu gehen, doch

neuerdings bremst mich mein knie. aua. ein wenig vom

kunstlauf Zinnober, ein paar atelierbesuche, ein bisschen

Döhrener Kulturlustwandel – aber wenig, sehr wenig.

beim Zinnober störten mich die vielen knipsenden,

die „inspiration“ für eigene werke suchten.

ehrlich gesagt, es kotzte mich an. vielleicht bin ich

jetzt schon so ne alte grummelnde, vielleicht ist das

knie schuld, keine ahnung.

es gibt so viele künstlerinnen und künstler, die alle

wahrgenommen werden wollen. ich „schaffte“ nur sehr

wenig, diesmal. humpel humpel. ein paar bilder stell ich

hier ein, ohne kunstwerke diesmal. äch. vielleicht

wirds besser…

natürlich

Von | 28. August 2025

natürlich, selbstverständlich, klaut sich die natur ganz schnell was. manchmal frage ich mich, vermissen die menschen ihre fahrräder nicht, vermissen sie nicht den fahrtwind, der ihnen um die ohren knallt? das flinke vorwärtskommen, mit so einem fahrrad bist du ja schnell sonstwo. aber hier und nicht nur hier – stehen sie, umbirkt, umgrünt, fast festgewachsen. die sättel grün von moos, die metallsachen angerostet. aber festgebunden, angeschlossen. wer rettet sie? wer klaut sie mal eben? leider kann ich nix mehr mit solchen anfangen, zu oft schwindelts mich, bin froh, dass die füße noch fit sind. tja…

früh

Von | 20. August 2025

am frühen morgen, wenn alles still ist, durch den stadtteil flanieren. schauen. entdecken. sinnen.

es zwinkern fenster im glas der autos, im lack. beim fotografieren dieses eine fenster, ganz oben

entdeckt, den gelben faltenwurf, darauf die schattenzeichnung der streben. zuhause noch mehr

finden hinter den scheiben, die pinsel, die kramkiste, den luftballon aus papier. wer mag da

wohnen?