jeden morgen, früh, gleich die türe auf und raus auf den neuen balkon. tiiiief luft holen, den kaffee aufsetzen. in den hof gucken, den tauben lauschen, guruuu guruuuu, das wilde geflatter vom dach runter, in den hof, in den baum, tauben sind flink, wenn sie wollen. die kaffeemaschine röchelt. und gleich beginnt auch im hof das raucherhustenkonzert, öch öch öch, öööööööööch, rmbrööö. jeden morgen. vielleicht mal das letzte rettchen abends lassen? nuja, meine raucherkarriere endete vor vielen jahrzehnten, ich will mich nicht überheben. die überübernachbarfrau sprengt ihre hortensien. das ist schön, ein mildes rauschen. dann kommt ein mann mit einem – ja, echt – LAUBBLÄSER. da ist kein laub. kein krümel. nix. aber BRRRROOAAAAARRRRR. schnell mach ich die türe zu. das reicht jetzt erst mal.
überall
heute im museum
heute waren wir im Wilhelm-Busch-Museum Startseite · Museum Wilhelm Buschbeguckten Friedrich Karl Waechters Zeichnungen und beböllerten uns. stiegen die treppe rauf und befanden uns in der nächsten ausstellung von Tex Rubinowitz. wir hatten nie etwas von ihm gehört. in Hannover geboren, aber nun schon seit jahrzehnten in Wien zuhause. also. auch von ihm herrliche winzige zeichnungen. was mich noch mehr beeindruckt hat, waren die sprüche auf alten stoffstücken, (stickstoff genannt) am liebsten hätte ich sie alle mitgenommen. also mal googeln oder so. unten der link zu einer ausstellung von 2023 in der Galerie Rauminhalt in Wien, da kann man die wilden näharbeiten betrachten.
mir hats unglaublich gut gefallen. meine handarbeitslehrerin hätte mir die lappen um die ohren gehauen. und ich hätte ihr geglaubt, dass ich es einfach nicht kann. aber dieses hier…

