ein päckchen kam an – große freude! dank an die großherzige verschenkerin, für das buch und den schön gestalteten briefumschlag. bald werde ich es (das buch) wie angekündigt „verschlingen“, dazu den einen oder anderen apfel…ja!
langsam traue ich mich wieder an meinen pc unterm dach. erfrischend sind die tage derzeit, jeden regenschauer kann ich genießen. sie sind kurz und heftig, die schauer, schnell vorbei. aber besser als nichts. unterwegs lohnt es nicht, den schirm aus dem rucksack zu kramen, ich lass es einfach auf mich pladdern. heute morgen im botanischen garten besprengten uns die kleinen rieselmaschinen, die eigentlich zum tränken der müden pflanzen gedacht sind. aber auch uns hats erfrischt. lachend und quietschend rannten wir in die trockenen zonen. um gleich wieder anlauf zu nehmen. grüngrau war vieles, viel sonnengelb (sonnenhut), kleine pastellige einsprengsel. ach, ich hatte so auf farben gehofft. um die nächste ecke gebogen – da hatte ich sie:
weiter so, dachte ich. so kanns weitergehen. nicht mehr so sengend, ein wenig milder. bitte!
wir zwei zwängten uns mit den stühlen auf unseren grüßbalkon und erwarteten gespannt das angekündigte himmelsschauspiel. und warteten und warteten. nichts passierte und fast hatten wir vergessen, was wir hier eigentlich wollten. der wein aus meersburg mundete und wir schnackten und kakelten und philosophierten. der mond? welcher mond? plötzlich kam er hinter dem schornstein hervor, da, hinterm haus gegenüber. ganz dunkel war er und ein bisschen rot. klein, unspektakulär. dann schauten wir zu, wie der schatten langsam wich, erst nur ein schmales leuchten am linken rand, dann mehr und mehr. wir wurden müde und konnten nicht warten, bis er völlig erholt und strahlend aus dem dunkel tauchte. doch am nächsten morgen, früh, sah ich ihn voll und leuchtend am frühmorgenhimmel.