im park von k. sind menschen unterwegs. einer trägt, mit schief gelegtem kopf stolz und behutsam, eine kleine braune pappe über seinem rechten ohr. ein wenig berührt sie noch die stirn mit den tiefen falten. eine andere trägt blumen und pfeifenputzer im haar, und glitzerspangen, aus denen das sonnenlicht blitzt. eine trägt eine gitarre, ganz grob am hals gepackt. sie setzt sich, berührt die saiten und es tönt zart wie grillenfüßchen. im schatten liegt sie und zupft, neben ihr der mann mit dem wirrem grauen haar, braune fingerspitzen vom ewigen tabak, das schon. eine kommt entgegen, lacht, hält dich am arm, sagt: du dich habe ich schon lange nicht mehr gesehen süße, winkt und geht weiter. aus dem haus an der schattigen kreuzung klingt ein ruf. dann ist es still, nur der mann mit der mundharmonika macht seine knallblauen augen auf und spielt „Herzilein“. im park von k. treffe ich gerne menschen.
pfingsten
im park von k.2
im park von k. schlafen das ganze jahr grüne riesen. sie träumen. rhododendren heissen sie. ganz unauffällig verhalten sie sich. bis plötzlich, im mai, im juni, ihre träume nach außen drängen. und was für träume. wild, wuschelig, zart. lila wie die fernsehkuh, rot wie heimwehkranke herzen, orange wie plastiklampen in den 70ern, weiss wie möwenschiss, pink wie die zehenkrallen der nachbarin, zartgelb wie eierlikör – sah ich noch mehr? der wind zaust die träume, die rhododendren singen dazu und mancher gärtner hält inne, stützt sich auf den rechen und lauscht. eine kleine weile erfreuen die rhododendronträume alle, die sie sehen können. dort im park von k….


