menschmenschmensch

Von | 20. Dezember 2022

fast ja fast hätte es geklappt mit der eisdecke, der geschlossenen. die fast geschlossene sah ich gar nicht, las nur in der zeitung, dass, vielleicht, oder doch nicht? der letzte maschseegang war ja im november, anfang november, als es noch nicht so kalt war und die blesshühner als kalligraphien auf dem wasser kakelten.

dann, hörte ich, sei das eis gekommen. das sah ich nur auf dächern, motorhauben, haltestellenfenstern, aber schön!

nein, es kam nicht dazu, dass schlittschuhläufer, schlittenzerrer, glühweinnasen den eissee bevölkerten, vom ufer her wummermusik tönte, kinder schurrten und schlurrten und rutschebahnen fabrizierten. warnung warnung vor einbruch und untergang. still bleibts, und das ist schön.

wenn ich nun in der dämmerung aus dem küchenfenster schaue, den stern anknipse und mich daran freue, gehen noch drei andere auf im hof: ein weißer, ein gelber, wieder ein weißer – so sind es viere, die sich zuzwinkern im dunkeln. das ist so hell und tröstlich, dass ich gar nicht genug bekommen kann.

zugeflogen

Von | 26. November 2022

heute morgen saß er vor unserer wohnungstür. wir haben ihn schnell geborgen aus dem kalten hausflur und in die etwas wärmere wohnung getragen. hier sitzt er auf der fensterbank und freut sich, trotz geschlossener augen, über die sonne. genießerengel!

in die nachbarschaft

Von | 24. November 2022

steht man an der stadtbahnhaltestelle, kriegt man die nachbarschaften alle zu lesen: Laatzen, Alte Heide, Messe Nord, Langenhagen, Sarstedt undsoweiter. gestern dachte ich: Sarstedt, stieg in die Linie 1 und ließ mich hinfahren, durch Wülfel, Laatzen, Rethen, Gleidingen, Heisede. nach Sarstedt, Endpunkt.

Stadt Sarstedthttps://sarstedt.de/Stadtportrait/

viel ist nicht los, im kleinen park sprechen zwei frauen über altersgebrechen, geht nicht mehr so, man muss es annehmen. langsam geht auch. stimmt. langsam mache ich mich auf den weg durch den kleinen ort. ein wenig verschlafen kommt er mir vor, aber ganz angenehm. die menschen haben zeit, keine, keiner rennt so durch. viele schwätzchen am wegesrand sind zu sehen, hören. einiges an leerstand, aber nicht so viel wie anderswo.

zu essen gibts erst ab 17h, es sei denn, man will döner, pizza, kaffee und kuchen. über der schmalen einkaufsstraße hängen schon adventssterne, einzelne tannenbäume stehen an ecken herum, noch ohne jedes geglitzer. in der katholischen kirche zünde ich ne kerze an und sitze ein wenig in der stille. beim rausgehen finde ich einen stempel für den pilgerpass jakobsweg. hab keinen pass, für die wege durch die leinemasch gehts auch so. die evangelische kirche ist verschlossen. schade. aber bis sonntag mag ich nicht verweilen. in Sarstedt.

die seniorenfahrkarte für drei Zonen wird jetzt mal öfter genutzt für ausflüge ins umland.