
im frühen herbst durch den wald gehen – jeder gang wird begleitet oder gar instrumentiert durch blätter, die sich vom ast lösen, durch die luft kreiseln und schließlich im unterholz niederfallen. eines, ein hellgelbes großes, streift kurz meine wimpern, küsst meine wange und legt sich schließlich am wegrand nieder. weit entfernt rauschen eicheln durchs blattwerk und landen mit einem leisen „plopp“ am boden. vielleicht werden sie des nachts aufgespürt und gefressen, von wildschweinen. oder von eichhörnchen gepackt und entführt in die winterverstecke. führt der weg später über die streuobstwiesen, kann es sein, dass der dumpfe aufschlag eines apfels im gras zu hören ist. und sofort träume ich von apfelkuchen, most oder saft, himmel und erde, apfelkompott.

