etwas geheimnisvolles hat die vitrine geentert. ist es ein lebewesen, sind es die reste davon? ist es gestorben oder entsteht es gerade, peu a peu, ganz neu? über drahtverschlingungen spannen sich fragmente von gewebe, da sind knochen, ja, aber auch teile, die wie fleisch anmuten, rotrosa leuchtend, glänzend, gerade geboren? was will da wachsen in dieser tüllhöhle, auf lavagleichen boden gebettet? da – da liegen zähne wie steinchen aus einem spiel, zu spielen an endlos langen, dunklen winterabenden. es glüht in der vitrine, manchmal blinkt es sogar. die arbeit ist vielschichtig und irritierend, verblüfft und macht neugierig, genauer hinzusehen.
die installation bleibt nicht wie sie ist, sie wird sich – bis in die erste januarwoche hinein – immer wieder verändern, so ist der Plan von Nick Duwald, der die installation erdacht und erarbeitet hat. es ist und es bleibt spannend!



Nick Duwald
die Kunstvitrine ist eine kooperation eingegangen mit der Hochschule Hannover, Fakultät III, Studienschwerpunkt Experimentelle Gestaltung.
http://www.experimentelle-gestaltung.de
mich interessiert, wie studierende mit dem innenraum der vitrine umgehen und mit dem raum, der sie umgibt, dieser seltsamen passagesituation, die menschen meist sehr eilig durchschreiten auf dem weg zur nächsten bahn.
wie könnte es gelingen, aufmerksamkeit zu wecken und zu halten? die studierenden haben sich mit der situation vor ort auseinander gesetzt, sich gedanken gemacht, modelle gebaut, um ihre ideen zu skizzieren. sie und Professor Bernhard Garbert haben mich eingeladen, die modelle anzuschauen und zu diskutieren. sehr unterschiedliche positionen haben sich gezeigt; die arbeiten haben mich fasziniert und ich bin sehr gespannt, wie sich alles entwickelt.
für mitte Januar ist die nächste installation geplant. Ich werde berichten!

