das glück ist grau

Von | 29. Januar 2021

„Das Glück ist grau“ – dieses Buch von Christopher McDougall hat mich durch die letzten tage begleitet. ein wundervolles buch! es ist ein gut geschriebener tatsachenbericht, so packend, dass ich es kaum weglegen konnte.

fast zufällig macht McDougall die bekanntschaft eines esels. der esel ist völlig fertig, verwahrlost, elend. jahrelang in einem dreckigen kleinen verschlag gehalten. ein bekannter legt ihm den esel ans herz und der esel wechselt (nur geliehen!, darauf besteht der eigentümer) den besitzer.

McDougall merkt, dass allein gute pflege und bestes futter nicht ausreichen werden, um den esel zu retten. er braucht eine aufgabe! lebensmut und lebensfreude! und McDougall beschließt, mit dem esel namens Sherman ein berühmt-berüchtigtes eselrennen in den Rocky Mountains zu laufen. in neun monaten wird es stattfinden. bis dahin dauert es gar nicht mehr so lange, wenn man bedenkt, wie fertig das tier ist.

es ist beeindruckend, was sich McDougall, seine frau, freunde und bekannten alles einfallen lassen, damit aus diesem traum wirklichkeit werden kann. nicht nur Sherman wird am ende verwandelt sein, auch alle, die sich auf dieses abenteuer eingelassen haben.

Das buch ist ein echter mutmacher und ein lichtblick. zeigt, wie man den kopf oben behält, trotz vieler rückschläge, trotz fieser überraschungen, wie man zwischendurch scheitert und trotzdem weitermacht, mit vielen kleinen und großen „dennochs“. und dazu gibts noch jede menge neue einsichten über das gehen, das laufen, das atmen, und ja, über depressionen – und eine gute schippe humor, die man derzeit ja besonders gut gebrauchen kann.

hier gibts bei der LesArt einen beitrag dazu:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/christopher-mcdougall-das-glueck-ist-grau-bewegungstherapie.1270.de.html?dram:article_id=489579