
heut bleiben wir liegen, lang, drehen uns, wenden uns, es ist ja noch so früh. manchmal ein goldener blick aus dem fenster, mehr nicht. radio hören und schon wieder bedient sein. dann noch mehr radio hören und eine ganz wunderbare betrachtung von Arnd Brummer im kirchenfunk erleben. zum nachhören oder nachlesen:
https://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-radio/am-sonntagmorgen/pandemische-reformation-11400
dann hin- und hergehen, tee kochen, lesen, nachdenken. eine stunde mehr – das ist schön. habe ich sie schon vertrödelt? wahrscheinlich. der bücherstapel winkt. sich in ein buch verkriechen, wie in einen bau. ja! das geht gut mit „Schwitters“ von Ulrike Draesner. man schlägts auf, verschwindet darin, luft anhaltend, stöhnend, mitfühlend, mitleidend, lächelnd manchmal sogar. Kurt Schwitters im exil, dann auf der flucht, dann in seinem englischen refugium. neue MERZbauten, in Norwegen, in England. die frauen. der sohn. all or nothing. mir gings ans herz. Schwitters collagen, MERZbauten – mir scheint, dass Frau Draesner in ihrem buch ebenso collagiert, gebaut und weitergebaut hat. nächste woche geh ich mal wieder zum Schwittersgrab und leg ne rose hin. auch für seine frauen. die hattens nicht leicht mit ihm.




