

zum mittag ein platzkonzert vor der kirche. viele leute, stühle wurden geschleppt bis zum beginn. und alles schön auf abstand. und mit mund-nasen-schutz. der choral „ein feste burg“ in so vielen verschiedenen bläsersätzen performed, von Bach bis zum fußwipp-swing, alles dabei. haben wir auch gemacht, gewippt, geklatscht, kopfgenickt. singensummen ist grad nicht so angesagt. gerührt hat mich der erste auftritt der jungbläser. ein kleiner typ verschwand fast hinter seinem instrument. der klang war großartig. nicht schräg, nicht schleppend, satt und wohltemperiert. zwei polizistinnen schauten vorbei. eine hatte nen pferdeschwanz, die andere so einen gedrehten dutt aufm kopf. sie standen, schauten, lauschten, applaudierten und gingen wieder. gut besucht wars. die pastorin legte drei Luther-zitate aus, kurz und knapp, ganz wunderbar heutig. das eine will ich mir mal zu herzen nehmen für die kommende zeit:
„Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.“ Martin Luther
kannt ich noch nicht. hätt ich ihm gar nicht zugetraut. tztz.


