zum reformationstag

Von | 31. Oktober 2020

zum mittag ein platzkonzert vor der kirche. viele leute, stühle wurden geschleppt bis zum beginn. und alles schön auf abstand. und mit mund-nasen-schutz. der choral „ein feste burg“ in so vielen verschiedenen bläsersätzen performed, von Bach bis zum fußwipp-swing, alles dabei. haben wir auch gemacht, gewippt, geklatscht, kopfgenickt. singensummen ist grad nicht so angesagt. gerührt hat mich der erste auftritt der jungbläser. ein kleiner typ verschwand fast hinter seinem instrument. der klang war großartig. nicht schräg, nicht schleppend, satt und wohltemperiert. zwei polizistinnen schauten vorbei. eine hatte nen pferdeschwanz, die andere so einen gedrehten dutt aufm kopf. sie standen, schauten, lauschten, applaudierten und gingen wieder. gut besucht wars. die pastorin legte drei Luther-zitate aus, kurz und knapp, ganz wunderbar heutig. das eine will ich mir mal zu herzen nehmen für die kommende zeit:

„Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.“ Martin Luther

kannt ich noch nicht. hätt ich ihm gar nicht zugetraut. tztz.

unterwegs

Von | 29. Oktober 2020

die rose gebracht zum Schwitters-grab. auf dem weg dorthin eine schaukelnde maske beim aufgang aus der pinkelpassage unterm schnellweg. über dem stadtteil liegt ein seltsamer grauer schleier, trotz sonnenschein. haben alle ihre ängste, inneren wüteriche, depressiven gedanken aus ihren häusern gelüftet? schon gestern nach bekanntgabe der lockdown-light(??? – für wen?)-maßnahmen kam mir draußen alles sehr still, verhalten, seltsam vor. die gastwirte und die kulturschaffenden tun mir am meisten leid. bestimmt hab ich noch jemanden vergessen. sie hatten sich rausgeschafft aus der ersten wüste. nun droht die zweite. ja, auch wir werden es vermissen, nicht mehr einfach so mal essen zu gehen. aber das ist luxus. wer eine gaststätte, ein hotel hat, wer mit viel kreativität dinge möglich machte, theater, oper… sie sitzen dann wieder da und bangen. es gibt geld, sagten sie in der Tagesschau. wie lange müssen sie dann diesmal darauf warten? ratlos bin ich grad. nein, nicht mutlos. aber ratlos. und nun ist die auszeit im Markgräfler Land auch abgesagt. besser is. es kommen wieder andere zeiten. hoff ich.

weils doch so schön ist

Von | 27. Oktober 2020

das hatte ich 2017 schon mal hier drinnen… ein beitrag bei quersatzein (blogroll) mit wunderschönen blätterfotos brachte mich darauf, dass mans eigentlich jedes jahr wieder genießen darf.