ich ging vom lauten, bunten, windwilden Opernplatz denn doch
irgendwann aus der kälte ein wenig weiter. in den kunstverein, kunst schauen.
es gab gemälde, die mich aber nicht so sehr berührten wie die videoarbeit eines ukrainischen
künstlerpaares. nach einem russischen angriff war das historische museum
in Cherson geplündert, innerlich kaputt und leer. der film zeigt die wände,
noch intakt, daran aber nur die halterungen, die podeste und sockel, leer,
ohne die kunstwerke. wände mit spuren von nägeln darin, ansonsten leer.
aus dem off sagt eine stimme: hierhin werden wir dieses stellen, hierhin
werden wir jenes hängen, und jedesmal: wenn wir es finden.
der film dauerte 13 minuten. ich war gefangen und atemlos.
https://www.kunstverein-hannover.de/de/ausstellungen/4063-roman-khimei-und-yarema-malashchuk