
könnte man malen und ausstellen, aber wozu? mich reizen diese verwitterten wände, irgendwo, diese hier in Ostfriesland, unbeachtet und zugestellt mit allerlei rostigem kram, der dem ganzen noch einen besonderen kick gibt. es erinnert mich an kindertage, ich lag im bett und erfand geschichten zu dem muster auf den tapeten, in den tapeten, in den wänden sammelten sich helden aus comic-heftchen, stürmten hervor und stellten sich vor mich, wenn auch die ungeheuer hervorlugten. Sigurd und Akim waren die helden, mit dem schwert und mit pfeil und bogen. die ungeheuer waren anonym und deshalb nicht weniger gruslig. irgendjemand puhlte mit den kleinen fingern löcher in die tapete, aus denen später sand rieselte, auf die laken, zwischen die zehen. es war, als sei man am meer. das kannte ich nicht, nur gehört hatte ich davon. uns mussten die pfützen nach gewitterregen genügen, schwarz von kohlestaub, erfrischend für die füße. zu den kieskuhlen war es weiter, aber auch die lagen in reichweite, später, als man selbständig fahrrad fahren konnte.
