da draussen

Von | 30. Januar 2023

da draussen weht und stürmt es, der wind rüttelt an dachpfannen, blumentöpfen, bäumen, schirmen, menschen. es ist mir lieb, hier drinnen zu sein, hinter dem gehege meiner bunten tulpen. und zu gucken. auf dem dach gegenüber sitzt ein mann. hoffentlich ist er angeschnallt. hier in der straße herrscht eine rege bautätigkeit, vor allem an den dächern. heut ist kein guter tag dafür. der mann ist weg, jetzt. da es kein tatütata gab, ist das sicher ok. ansonsten weiss das liebe wetter gar nicht, was es will. gestern haben wir gebibbert, sind im kleinsten zimmer gehockt, die dicke decke immer dabei. heute haben wir 7 grad plus. aber der wind, der wind, das himmlische kind.

auf der schneewesenwiese

Von | 25. Januar 2023

weil es sonntag schneite, ist die wiese belebt, man muss nur genau hinsehen. kein mensch, kein hund, kein hans, keine franziska. nur die schneewesen bevölkern die wiese. und ich, die sie schnell mit der kamera einfängt, bevor sie ganz dahin sind.

eine ahnung habe ich ja, wer sie erschaffen hat… ganz früh schon, für einen sonntagmorgen sehr früh, sah ich eltern schlitten ziehen, aufgeregte kinder darauf, alle unterwegs in diese bestimmte richtung…

ein schneewesen traf ich vor der kirche. und zwei kinder. und zwei erwachsene, die es bewunderten und beklopften. darf ich ein foto davon machen? fragte ich. jaaaaaaaa! riefen die kinder. und der mann, der dabei stand, sagte: aber schnell, bevor er verschwunden ist.

bitte! hab ich gemacht!

nun sind die straßen wieder grau, der himmel grau, kein weiss zeigt sich. aber warte, Donnerstag…

stiller tanz

Von | 25. Januar 2023

vorbei an dem gewesenen baum, der noch immer dort steht, stetig aber sich verändernd. scheinbar formt eine künstlerin/ein künstler seine wesenheit, betont linien und form. nun wirkt der verbliebene baumrest wie eine tänzerin, die die bewegung nur in der stille beherrscht. ungerührt steht sie dort, nur ihre wunderbare zweigleinboa klackert mit dem wind. ich liebe es, ihr immer wieder zu begegnen, dort.