es war nicht viel licht in den vergangenen tagen, nun aber leuchtet die sonne und ich finde sie überall, diese magischen morgenblicke. heute am schlafzimmerfenster, das den tag hereinlässt, die sonne noch ein wenig zurückhält, wie ein löchriger zaun eine herde wolliger schafe, die nachts vom zählen übrigblieben.
wenn die bahn aus dem tunnel fährt, das tageslicht wieder die regie übernimmt, bin ich froh. der blick aus dem fenster, die fahrt durch stadtteile, grünflächen, vorbei an ladenzeilen, einkaufenden, flanierenden menschen, an häusern,fast so unterschiedlich wie die blätter der bäume, von denen, so Herr Leibniz, nicht eines dem anderen gleicht. das liebe ich, aus straßenbahnfenstern, aus busfenstern in die nähe und ferne draussen zu schauen. neuerdings werden immer öfter diese blicke verwehrt. gerasterte werbedinger, großzügig von den seiten über die fenster gezogen, versperren die sicht. das ist in den tunneln egal, nicht aber auf den langen strecken über tage. alles wird grau, alles kriegt kleine dunkle punkte. blöd. und schade.