abwesen

Von | 25. August 2021

wer bin ich, wenn mich niemand anschaut? dieser buchtitel geht mir in letzter zeit im kopf herum. wer bin ich, wenn mich niemand anschaut?

die kopfabwendenden abwesenden menschen unterwegs, auf der straße, beim spazieren, in der u-bahn. und ihre kinder. und ihre hunde, ja, verzeihung, auch die. was geschieht ihnen? die köpfe der eltern, der frauchen und herrchen, sind woanders, drinnen und draußen woanders. schauen beim stehen, sitzen, gehen, nur auf ihre smartphone-displays. neben ihnen, vor ihnen, hinter ihnen schauen, greinen, winseln nicht angeschaute lebewesen. lebendige wesen aus fleisch und blut. man führt sie spazieren, gewährt ihnen ausgang, frischluft. gönnt ihnen worte wie: sei doch mal still, lass mich, ruhe, ruhig, schrei nicht so laut, still still still. wisch wisch wisch. einer stand vor einer rolltreppe, die ihm entgegenkam und erwachte.

kinder und hunde, rottet euch zusammen, brüllt, bellt, strampelt, heult! macht einen aufstand, der sich gewaschen hat. so geht’s doch nicht weiter!

auch am rande der stadt

Von | 18. August 2021

auch am rande der stadt, nicht weit von lärm und zentrum, ist gut gehen, tief atmen und schauen. es gibt vieles zu entdecken und zu bestaunen. schritt für schritt mach ich mir die städtische umgebung wieder vertraut und lieb.

was im Schwarzwald war5

Von | 15. August 2021

wir gingen ein stück die straße hinunter und fanden ein altes haus und dieses schild. och, dachten wir, gucke mal, Landfrauencafé – das verspricht doch oft was gutes. wir schnell hinein und wir staunten und freuten uns über echte alte holzdielen, eine gediegene hellholzige einrichtung, viel altes… ein platz war noch zu finden, es war ein bisschen vor 12h. die karte war klein aber fein, meine geliebte nudelsuppe stand drauf. und Peters geliebte linsensuppe. herrlich! hinterher war noch platz im magen für kaffee und ein stück torte, alles lecker. ein wenig gestöber noch im landfrauencafélädchen – und wir waren restlos zufrieden. im flur fanden wir etwas über die geschichte dieses hauses: in ganz alten zeiten war es eine pilgerherberge. dann ein grandhotel. dann ein verfallendes wirtshaus. eigentlich sollte es abgerissen werden. da taten sich einige beherzte dorfbewohnerinnen und -bewohner zusammen, gründeten eine genossenschaft und retteten das haus mit großen engagement. und das ist daraus geworden:

https://www.cafe-goldene-krone.de/das-café/

das ganze hat uns sehr beeindruckt und der frust über das andere haus war schnell vergessen. es war toll im Landfrauencafé und die geschichte dazu ist doch wohl großartig!